„Was ist das Heilige Abendmahl? Versuch einer mystische Annäherung“


Predigt auf den 7. Sonntag nach Trinitatis (10.07.2005)
Johannes 6, 30-35+49-56


Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.
Gottes hl. Wort an uns heute im Evangelium nach St. Johannes im 6. Kapitel.

30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?
31 Unsre Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht: »Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.«
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon ißt, nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.


Der Herr segne uns durch sein Wort. Amen.


Liebe Brüder und Schwestern,

wenn Er zu Ihr sagt: „Ich habe dich zum Fressen gern“, dann will Er zweierlei nicht sagen. Erstens will Er auf diese Weise nicht Ihre Kochkünste loben und Ihr mitteilen, daß Er so was wie ein „Bratkartoffelverhältnis“ wünscht und zweitens will Er sich damit nicht als Kannibale offenbaren, der die Angebetete Stück für Stück, erst den Zeigefinger, dann die ganze Hand, vertilgen will. Wenn Er oder Sie sagt „Ich habe Dich zum Fressen gern“, dann ist das ein unvollkommenes Sprachbild, das aber Ausdruck allertiefster Liebe und Verbundenheit ist und eigentlich sagen will: Ich liebe dich so sehr, ich fühle mich geistig und seelisch so sehr eins mit dir, daß ich es kaum ertragen kann, daß wir tatsächlich zwei unterschiedlich Menschen sind. Ich möchte eigentlich die seelisch-geistige Einheit, die ich empfinde auch physisch spüren und vollkommen machen.

Gott hat es in seiner Schöpfung so eingerichtet, daß Mann und Frau auf diese mystische Weise füreinander empfinden können und so spricht das Alte Testament, wenn es die Folgen dieses Gefühl beschreibt, auch sehr handfest davon, daß ein Mann Vater und Mutter verlassen wird und seiner Frau anhängen wird und die beiden werden ein Fleisch sein. „So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden.“ So nimmt dann auch Jesus dieses Wort aus dem 1. Buch Mose im Matthäusevangelium auf.

Tiefste Liebe drängt also nach Vereinigung, nach vollkommener Einswerdung, nach Einverleibung. Genau das will die Redensart „Ich habe dich zum Fressen gern“ ausdrücken. In der Geistes- und Religionsgeschichte bezeichnet man dieses Streben nach völliger Einswerdung mit der Gottheit, bzw. die Frömmigkeitsform, die diese völlige Einswerdung im Mittelpunkt hat, als Mystik.

Das Wort Mystik ist sprachlich verwandt mit Mysterium, meist mit „Geheimnis“ übersetzt. Es ist und bleibt ein Geheimnis, warum tiefste Liebe immer nach einer völligen Vereinigung mit dem Geliebten Gegenüber drängt. Man das nicht definieren, nicht erklären, nicht rational, also mit dem Verstand begreifen. Man kann es mit Hilfe von Bildern beschreiben, man kann es mit Hilfe von Symbolen, Gesten, Riten darstellen und leibhaft machen. Aber es ist und bleibt ein Geheimnis, so wie die Liebe selbst ein Geheimnis, ein Mysterium ist und bleibt.

Liebe Gemeinde, das größte Mysterium ist die Liebe Gottes zu uns Menschen. Es gibt keinen einzigen Grund, warum Gott uns Menschen lieben sollte. Wir können dem alttestamentlichen Schöpfungsbericht entnehmen, daß Gott das Universum, unsere Welt und uns Menschen aus reiner Liebe erschaffen hat. Aber ebenso wird bezeugt, daß wir Menschen diese Liebe mißbraucht haben, indem wir die Freiheit, Gottes Liebe zu erwidern und im Einklang mit ihm zu bleiben, ausgeschlagen haben. Wir sind eigene Wege gegangen, weil wir eigenständig, autonom sein wollten, also selbst wie Gott und damit gottlos. Das Wunder, das unergründliche Geheimnis besteht darin, daß Gott an seiner Liebe zu uns trotzdem festgehalten hat. Daß er schon Adam in Liebe nachgegangen ist, ihn gesucht, gefunden und angesprochen hat: Adam, wo bist du?, als sich Adam nach dem Sündenfall voller Scham im Gebüsch versteckt hielt.

Die ganze Bibel bezeugt dieses Geheimnis: Es gibt keine größere Liebe als die Liebe Gottes zu uns Menschen. Und wenn schon unsere menschliche Liebe in ihrer tiefsten Form nach der völligen Vereinigung oder Einswerdung mit dem geliebten Menschen drängt und strebt – sollte das nicht die Liebe Gottes erst recht und im Ursprung auch wollen? Brüder und Schwestern: Mit der Antwort auf diese Frage sind wir im Zentrum unseres christlichen Glaubens: Genau das wollte Gott und genau das hat Gott im Zenit der Zeiten auch getan: Gott hat die Grenzen zwischen Schöpfer und gefallener Schöpfung überwunden, ist in Jesus Christus Mensch geworden, also eins geworden mit der Menschheit: <Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!> (ELKG 53, 1)

Die Menschwerdung Gottes ist das größte Geheimnis, das zentrale Mysterium unseres Glaubens.

Gott wollte eins werden mit uns Menschen, und hat den von uns aus unüberbrückbaren Abstand zwischen Schöpfer und Schöpfung überbrückt und überwunden. Und er ist in Christus mit den Menschen eins geworden und doch ganz Gott geblieben. Unbegreifbar, unerklärbar aber doch wahr und wirklich.

Liebe Gemeinde, bisher haben wir nur die eine Seite beleuchtet, nur die eine Richtung beschrieben. Generationen frommer Christen haben seit über 2000 Jahren aber immer wieder gefragt: Wie können wir denn diesen unüberwindbaren Abstand zum allmächtigen, heiligen Gott überwinden. Wie können wir, die wir Gott lieben und darum auch eins mit Christus, unserem Heiland sein wollen, zu ihm kommen? Dieses Fragen und diese Sehnsucht finden wir schon im Neuen Testament. Und da finden wir auch die Antworten.

Der Apostel Paulus ist gewissermaßen der erste große christliche Mystiker. Seine Sehnsucht nach der Einswerdung mit Christus zieht sich durch alle seine Briefe. Und immer hat es etwas mit dem zu tun, was wir heute Sakrament nennen, wenn der Apostel in mystische Redeweise verfällt. Im Blick auf die Taufe kann er etwa Galater 2, 20 sagen: „Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Oder Kolosser 1, 27: Das Geheimnis ist offenbart den Heiligen Gottes. „Ihnen wollte Gott kundtun, was da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ „In Christus sein“ ist eine immer wieder gebrauchte Wendung bei Paulus. Und gerade auch in Bezug auf das Abendmahl erweist sich Paulus als der erste christliche Mystiker, wenn er 1 Kor 10 fragt: „Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Anteilhabe am Blut Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Anteilhabe am Leib Christi? Denn ein Brot ist’s, so sind wie viele ein Leib, weil wir alle eines Brotes teilhaftig sind.“

Mit anderen Worten: Christus hat uns Menschen ein Mittel, eine Möglichkeit, einen Weg hinterlassen, auf dem wir unsere Sehnsucht nach Einswerdung mit IHM stillen können. Das sind die Sakramente. Am Anfang ist es die Taufe und dann immer wieder das Hl. Abendmahl.

Vom Abendmahl gilt: Wir empfangen, was wir sind – Leib Christi. Und wir werden immer wieder neu und immer tiefer, was wir empfangen – Leib Christi.

Indem wir Christi wahren Leib und Blut mit dem Brot und dem Wein empfangen, erhalten wir Anteil an Christi Leib und Blut, ver-leiben uns Christus mit allem, was er für uns getan hat, ein, werden ein Leib mit ihm.

Brüder und Schwestern, ich weiß, ich habe unseren Predigtabschnitt Joh 6 bis jetzt mit keinem Wort ausdrücklich erwähnt und doch die ganze Zeit über nichts anderes geredet: <Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.> Johannes spricht im 6. Kapitel seines Evangeliums über nichts anderes als über das Geheimnis des Sakramentes des Altars. Er benutzt für unser Wort „essen“ dabei häufig eine Vokabel, die wörtlich soviel wie „kauen“ oder „nagen“ bedeutet und ganz drastisch und plastisch unterstreichen will: Ja, es geht im Abendmahl um eine leibliche Einswerdung mit Christus. Christus in uns, Hoffnung auf Herrlichkeit. So hat’s Paulus dann später formuliert.

Wer Christus und in Christus Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt liebt, dem schenkt Christus das Sakrament des Altars, in der sich uns mit Leib und Blut unter Brot und Wein hingibt, um in uns zu sein, eins zu werden mit uns und uns Anteil zu geben an allem, was er für uns getan hat und ist: Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit.

Oder, um das Beispiel des Anfangs aufzugreifen: Wer Christus „zum Fressen gern hat“, wer ihn so liebt, daß er es nicht aushält, als geschöpflicher und also vergänglicher Mensch nicht ganz eins mit ihm zu sein, dem eröffnet Christus diese Möglichkeit im heiligen Abendmahl.

Martin Luther dachte und glaubte in der Tradition der christlichen Mystik. Gerade da, wo es um das Zentrum, um die Rechtfertigung des Menschen vor Gott allein durch den Glauben, allein aus Gnade, allein durch Christus geht. Da kann er in der Sprache der Brautmystik sagen: Rechtfertigung – das heißt: Christus ist der Bräutigam und wir Menschen sind wie Huren, wie gefallene Mädchen. Durch den Glauben, durch die Taufe, durch den Empfang des Leibes und Blutes Christi feiern wir eine Hochzeit mit dem Bräutigam Christus, sodaß wir ein Fleisch mit ihm werden. Und wenn uns nun Gott ansieht und sein Urteil über uns spricht, dann sieht er nicht mehr uns sündige Menschen, die den ewigen Tod verdient haben, sondern seinen geliebten Sohn Jesus Christus. Und um seinetwillen ist er uns gnädig. Oder Luther verwendet ein ganz praktisches Bild, das aber nicht weniger mystisch ist, wenn er sagen kann: Im Hl. Abendmahl werden wir ein Leib mit Christus. So wie die einzelnen Zutaten in einem Kuchen zu einem Kuchen werden. Wir werden ein Kuchen mit Christus. Gerade auch unsere altlutherische Kirche ist dieser Frömmigkeitstradition treu geblieben, wenn sie in dem alten Vorbereitungsgebet zum Hl. Abendmahl spricht: „... O Herr Jesu, vereinige dich mit mir, daß ich bleibe in dir und du in mir, und ich von dir ungeschieden sei, hier zeitlich und dort ewiglich. Dein heiliger Leib, Herr Jesu Christe, speise mich. Dein teures Blut tränke mich. Dein bitter Leiden und Sterben stärke mich. Herr Jesu Christe, erhöre mich. In deine heiligen Wunden verberge ich mich, laß mich von dir nimmermehr geschieden werden.“

Kann man Jesu Fleisch essen und Jesu Blut trinken? Auf irdische Weise sicher nicht. Da ist das Fleisch zu nichts nütze. Aber es geht ja nicht um das Fleisch und das Blut des irdischen Jesus, sondern um den auferstandenen, den durch die Auferweckung in eine himmlische Leiblichkeit verwandelten Christus. Und der hat seine Gegenwart an dieses heilige Sakrament gebunden und gesagt: < Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.>

Liebe Gemeinde, der Glaube, daß Gott in Jesus Christus wirklich und wahrhaftig Mensch geworden ist, daß sich wahre Gottheit und wahre Menschheit in Christus vereinigt haben und der Glaube, daß wir im Hl. Abendmahl darum den wahren Leib und das wahre Blut Christi unter Brot und Wein empfangen, ist von Anfang untrennbar miteinander verbunden gewesen. Als der Apostel und Evangelist Johannes als letzter der Evangelisten sein Evangelium aufschrieb, gab es in der Kirche bereits die Meinung, daß Gott in Christus nur menschliche Gestalt angenommen habe, also eine menschliche Hülle, ohne wirklich die menschliche Natur angenommen zu haben. Mit anderen Worten: Am Kreuz ist dann nicht Gott selbst stellvertretend für uns gestorben, er hat dort nicht für unsere Sünde wirklich und wahrhaftig gelitten. Alles war nur eine Art symbolischen Schauspiels. Diesem Irrtum ist später die reformierte Kirche Zwinglis und Calvins wieder erlegen. Sie sagt: Es kann nicht sein, daß das Endliche und Vergängliche, also unser menschliches Fleisch und Blut Gefäß oder Behältnis des Unendlichen, des Göttlichen sein könne. Und darum hat die reformierte Kirche es auch immer abgelehnt zu bekennen, daß wir unter dem Brot und Wein, also unter endlichen, irdischen, vergänglichen Elementen den wahren Leib und Blut Christi empfangen.

Luther hat gegen diese Anschauung mit allen Fasern seiner Existenz gekämpft, weil er erkannt hatte, daß man damit das größte Geheimnis des Glaubens leugnete: Die Menschwerdung Gottes, das Einswerden Gottes mit seiner Schöpfung aus unergründlicher Liebe.

Schon zu Jesu Lebzeiten trennten sich an dieser Frage die Wege der Gläubigen von den Ungläubigen: <Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm>, so heißt es im Johannesevangelium als Kommentar auf die Rede Jesu.

<Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen?>

Petrus, der Sprecher der 12 Apostel, antwortet: <Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.>

Es geht also darum, den Worten des ewigen Lebens zu glauben, zu vertrauen, zu singen: „Nein, Vernunft, die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen.“ Oder: „Geheimnisvolle Wirklichkeit! Du gibst dich uns zu essen und zu trinken. Nun trennt uns nichts auf dieser Welt; du hast dich so mit uns vermählt, daß du in uns und wir in dir versinken.“ (ELKG 478)

In seinem Großen Katechismus hat Luther gesagt: Wer über längere Zeit das Heilige Abendmahl nicht empfängt, der muß sich fragen lassen, ob er überhaupt ein Christ sei.“ Das klingt hart. Aber dahinter steckt nichts anderes als die geistliche Erkenntnis: Wer Christus wirklich liebt, der will eins mit ihm sein; der will ein Fleisch, ein Leib mit IHM sein. Und wer IHN nicht wirklich liebt, der kennt diese Sehnsucht, dieses geistliche Verlangen nicht.

Was kann es Schöneres, Beglückenderes geben als die Gewißheit, jede neue Woche wieder in dem festen Vertrauen zu beginnen: Christus lebt in mir. Ich bin eins mit Christus. Alles, was ER für mich getan hat, ist nun meins. Ich habe Vergebung meiner Sünden, weil ER für mich gelitten hat und gestorben ist. Ich habe Leben, das über den irdischen Tod hinaus bleibt, weil ER für mich auferstanden ist und den Tod besiegt hat?

Laßt uns beten: O Herr, auch wenn ich aus mir heraus nicht würdig bin, daß du in mein Herz eingehst, so brauche ich doch unbedingt deine Hilfe und sehne mich nach deiner Gnade, damit ich dir ergeben bin und gerettet werde. Nun komme ich in keiner anderen Zuversicht als auf dein Wort, wenn du selbst mich an deinen Tisch lädtst und mir Unwürdigem zusagst, daß ich Vergebung meiner Sünden durch deinen Leib und Blut empfangen soll, wenn ich esse und trinke in diesem Sakrament. O lieber Herr, ich weiß, aß deine göttliche Zusage und dein Wort gewiß und wahrhaftig sind. Daran zweifle ich nicht, und nur darauf esse und trinke ich; mir geschehe nach deinem Wort. O Herr Jesus, vereinige dich mit mir, daß ich bleibe in dir und du in mir, und ich von dir ungeschieden sei, hier zeitlich und dort ewiglich. Dein heiliger Leib, Herr Jesus Christus, speise mich. Dein teures Blut tränke mich. Dein bitteres Leiden und Sterben stärke mich. Herr Jesus Christus, erhöre mich! In deine heiligen Wunden verberge ich mich, laß mich von dir niemals getrennt sein. Vor dem bösen Feind errette mich, im wahren Glauben erhalte mich, damit ich dich zusammen mit allen Auserwählten, die an dich glauben, lobe und preise, hier zeitlich und dort ewiglich.

Amen.

Der Friede Gottes, der höher ist, als alle Vernunft, der bewahre und erhalte eure Herzen und Sinne in Christo Jesu zum ewigen Leben. Amen.